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Heian-Schrein

TSUDUKI Rina


Heian-Schrein
Im Jahre 794 verlegte der Kaiser Kanmu
die Hauptstadt von Nara nach Kyoto, und
nannte sie „Heian-Kyo“. Der Schrein wurde
im Jahre 1895 zum Andenken an den 1100.
Jahrestag gebaut. Der Schrein ist den Seelen
der Kaiser Kanmu und Komei geweiht. Der
Kaiser Kanmu baute die Hauptstadt 
„Heian-Kyo“ und der Kaiser Komei ist der letzte Kaiser, der in Kyoto wohnte. Außerdem gibt es im Schrein einen großen heiligen Garten, den „Shinen“.

Warum ist das Torii so weit vom Schrein entfernt?
Die Entfernung zwischen dem Torii und dem Haupttor wirkt seltsam.
Das Torii ist für jeden Schrein ein unentbehrliches Element. Das Torii
bezeichnet einen Eingang zur heiligen Welt (Schreinbezirk). Aber das
Torii des Heian-Schreins steht mitten auf einer öffentlichen Straße. 
Ist die Straße heilig, die zwischen dem Torii und dem Schrein liegt? So ist es nicht. Auch der Platz gehörte bis zum Zweiten Weltkrieg zum Schrein. Aber zum Beginn des Krieges machte der Schrein der Regierung mit dem Platz ein Geschenk. Darauf wurde die Straße gebaut.
Tiger und Drache
Am Eingang des Schreinbezirks gibt es rechts und links ein Becken, an dem man sich vor dem Gebet den Mund und die Hände spült um die Seele zu reinigen. Auf jedem Becken steht eine Figur aus Stein, auf dem westlichen steht ein Tiger, auf dem östlichen ein Drache. Die Tiere sind nach altchinesischem Glauben Schutzgötter für je eine Himmelsrichtung.

 

Norden schwarze Schildkröte
Süden
roter Spatz
Osten
blauer Drache
Westen
weißer Tiger

Tiger

Drache

 

Hochzeit im Schrein
Man kann im „Kaguraden“ Hochzeit feiern. „Kagura“ bedeutet „die Musik, die Göttern dargebracht wird“. Bei einer Hochzeit im Schrein wird diese Musik intoniert. Manchmal sieht man in der Nähe vom Ausgang des heiligen Gartens Hochzeitsgesellschaften. 

 

 

Eine Hochzeit

 

Drei Gebäude
„Der Daigokuden“, der Hauptbau im Schrein, besteht aus drei Gebäuden: Der Gaihaiden steht allen Besuchern offen. Die übliche Andacht besteht aus 3 Teilen, auf Japanisch
 „Nirei, Nihaku, Ichirei“ „zwei Verbeugungen, zwei mal Klatschen, eine Verbeugung“
   Bedeutung:
      zwei Verbeugungen: Dank an die Götter
      zwei mal Klatschen: Die eigene Existenz den Göttern kundtun
     eine Verbeugung: Die Bitte für künftige Wünsche

„Mit den Wölfen muss man heulen“. Komm, machen wir „Nirei, Nihaku, Ichirei“!

Naihaiden
Man kann nur eintreten, wenn man die Götter anruft.
Gohonden
Nur Schinto-Priester können eintreten. Dies ist der heiligste Bau, weil er den Seelen von Kaiser Kanmu und Kaiser Komei geweiht ist.

 

Lasst uns Sake mit Bier vergleichen!

Im Heian-Schrein stehen ein Kirschbaum und ein
Tachibana-Baum (eine Art Mandarine), von dem
man jedes Jahr 100 kg Früchte erntet. Daraus
werden Süßigkeiten (Waffelkuchen mit Marmelade und Gelee) und Sake gemacht. Diese Waren kann man nur am Kiosk im Schrein kaufen, deshalb sind sie etwas ganz Besonderes. Der Tachibana-Sake ist wie ein süßer Wein. Außerdem hält man im Osten die Früchte für Ambrosia. Probieren Sie mal.

 

Eine andere Welt?
Der Heian-Schrein liegt an der Straße, aber man kann eine heilige Ruhe erleben, wenn man in den Garten „Schinen“ eintritt. Zu jeder Jahreszeit sieht der Garten anders aus. Es gibt Tiere und Pflanzen, ein Paradies. Eine Brücke (Taiheikaku) führt über einen großen Teich und lädt dazu ein zu verweilen und die Geschöpfe im Teich zu betrachten.

So kommt man zum
Heian-Schrein
Vom Kyotobahnhof
mit dem Bus Richtung Gion Nr. 206
mit dem Bus Richtung Iwakura oder Ginkakuji-Tempel Nr. 5
und zu Fuß ca. 3 Minuten
※Steigen Sie aus an der Haltestelle „Kyoto-Kaikan Bijutsukan
    mae" (Vor der Kunsthalle Kyoto)
Öffnungszeiten 6:00 - 18:00 Uhr
Ruhetag Nur am 22. Oktober am Nachmittag
(Wegen eines großen Festes)
Eintrittsgebühr Kostenlos (der Eintritt zum Schinen kostet 600 Yen)

shinen.AVI


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